Frauen in Führung

eine demokratische Notwendigkeit

Erfolg durch überparteiliche, demokratische Frauenbündnisse zieht sich wie ein roter Faden durch unsere politische Geschichte – von den Müttern des Grundgesetzes bis zu aktuellen Fortschritten in Gleichstellung und Parität. Immer wieder haben Frauen parteiübergreifend zusammengefunden, um gesellschaftliche Veränderungen voranzutreiben: beim Recht auf einen Kindergartenplatz, bei der Reform des Sexualstrafrechts, bei der Lohngleichheit oder zuletzt bei der Frage nach Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten. Diese gemeinsame Kraft, getragen von der Überzeugung, dass Demokratie ohne Gleichstellung unvollständig ist, prägt auch die Berliner Erklärung.

Das Bündnis, getragen von 26 Frauenverbänden und Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik, steht für Parität, gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit, das Leitprinzip Gleichstellung und ein Leben frei von Gewalt. Diese Ziele sind keine „Frauenthemen“, sondern Grundvoraussetzungen für eine gerechte, zukunftsfähige Gesellschaft. Studien zeigen klar: Organisationen und Unternehmen mit gemischten Führungsteams treffen nachhaltigere Entscheidungen, sind innovativer und wirtschaftlich erfolgreicher. Der Allbright-Bericht 2025 erinnert uns jedoch daran, dass noch viel zu tun bleibt – wenn Thomas weiterhin der häufigste Name unter Vorstandsmitgliedern ist.

Als Politikerin, ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin und Frau, die seit vielen Jahren in und für die und in der Politik arbeitet, jetzt in die Wirtschaft wechselt , liegt mir dieses Anliegen besonders am Herzen. Frauen müssen nicht nur mitreden, sondern mitentscheiden. Sie bringen andere Perspektiven, Fragen und Lösungen ein – und genau das stärkt unsere Demokratie. Wenn wir politische Verantwortung wirklich teilen wollen, braucht es mehr Frauen in Parlamenten, Kabinetten und Führungsetagen.

Ich bin überzeugt: Nur wenn Gleichstellung als demokratisches Grundprinzip verstanden und gelebt wird, kann sich unsere Gesellschaft weiterentwickeln. Deshalb unterstütze ich Initiativen wie die Berliner Erklärung mit voller Überzeugung – weil sie daran erinnern, dass Gleichberechtigung kein „nice to have“ ist, sondern der Maßstab für eine gerechte Zukunft.